Smart Lock Test: Nuki Bluetooth-Türschloss mit iPhone & Android Smartphone Steuerung

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Das Nuki Smart Lock (Affiliate Link) ist das erste Bluetooth Türschloss, das speziell für den europäischen Markt (Europrofil Zylinder) entwickelt wurde.

Nuki erkennt via Bluetooth-Verbindung zum Smartphone (Bluetooth Low Energy) automatisch wenn man nach Hause kommt und öffnet die Haustüre automatisch – ganz ohne herkömmlichen Schlüssel. Verlässt man das Haus, erkennt dies das Nuki Türschloss ebenso und sperrt die Haustüre sicher wieder ab.

Durch die zusätzliche Installation der Nuki Bridge (Affiliate Link) lässt sich das Nuki Türschloss zusätzlich per WLAN mit dem Internet verbinden und sich von unterwegs steuern, um beispielsweise Handwerkern die Haustür zu öffnen ohne dass man zuhause sein muss.

Überblick: Das kann man mit dem Nuki Smart Lock und einem iPhone oder Android Smartphone machen

Wie wird das Nuki Smart Lock an der Haustüre montiert?

Besonders praktisch am Nuki Smart Lock ist, dass man sein bestehendes Türschloss einfach nachrüsten kann.

Dazu wird das Nuki Türschloss schnell und einfach an der Innenseite der Haustüre auf den bereits vorhandenen Schließzylinder und eingestecktem Schlüssel montiert.

Je nachdem wie weit der Zylinder am bisherigen Türschloss heraussteht, wird das Nuki Smart Lock entweder am Schloss sicher angeklemmt oder mit Hilfe eines beiliegendem Klebe-Pad unmittelbar an der Haustür angebracht.

In beiden Fällen ist das Nuki Smart Lock rückstandslos entfernbar und somit auch für Mietwohnungen geeignet.

Auch wenn das Nuki Smartlock an nahezu allen gängigen Türen/Schliesszylindern betrieben werden kann, bietet es sich an vor dem Kauf einmal den Nuki-Installationscheck mit 7 kurzen Fragen zu nutzen um sicherzustellen, dass das Nuki Smart Lock am jeweiligen Türschloss montiert werden kann.

Welche Funktionen hat das Nuki Smart Lock?

  • Auto Unlock – Mit der aktivierten Auto Unlock Funktion erkennt das Nuki Smart Lock Dein Telefon und öffnet Dir automatisch die Tür wenn du davor stehst – ganz ohne herkömmlichen Schlüssel und ohne Notwendigkeit auf dem Smartphone etwas zu schalten. Wer jetzt Sorge hat, dass jedes mal die Tür aufgeht wenn man mit dem Smartphone in die Nähe des Smart Locks kommt, wird feststellen, dass auch dieses Problem „smart“ gelöst ist: Auto Unlock funktioniert erst, wenn man den vorher zu definierenden Geofence-Bereich rund um sein Haus bzw. Wohnung verlassen hat, und danach diesen Bereich wieder betritt.
  • Lock ’n‘ Go – Nuki sperrt die Haustüre hinter Dir automatisch zu, sobald Du das Haus mit Deinem Smartphone verlässt. Die Lock ’n‘ Go-Funktion lässt sich ganz einfach mit der Nuki App auf Deinem Smartphone oder oder mit dem Button am Nuki Smart Lock einstellen.
  • Sperrprotokoll – Die Nuki App auf Deinem Smartphone kann lückenlos aufzeichnen, wer wann dein Smart Lock geöffnet oder geschlossen hat.
  • Zutrittsberechtigungen – Mit den Einstellungen für Zutrittsberechtigungen kannst Du genau festlegen, wer die Haustüre öffnen darf. Du kannst Berechtigungen einmalig, permanent oder zeitlich eingeschränkt einstellen.
  • Entfernte Zutrittsberechtigung – Mit der zusätzlich bzw. im „Combo Paket“ erhältlichen Nuki Bridge kannst Du das Nuki Smart Lock mit dem Internet verbinden und hast auch von unterwegs vollen Zugriff darauf, wem Du den Zutritt erlauben willst. So kann man von unterwegs beispielsweise schnell den Handwerker reinlassen oder überprüfen, ob die Kinder sicher Zuhause angekommen sind.
  • Zutritt ohne Smartphone – Wer Kinder hat, die noch nicht alt genug für ein Smartphone sind oder eine Großmutter, die bereits Schwierigkeiten mit ihrem Schlüsselbund hat kann die Haustüre zusätzlich mit dem Nuki Bluetooth Fob öffnen lassen – einem kleinen praktischen Bluetooth-Schlüsselanhänger, den als als Zubehör für das Nuki Smart Lock gibt.

Wie wird das Nuki Smart Lock betrieben? Woher bekommt es den Strom?

Das Nuki Smart Lock wird mit vier Standard AA Batterien betrieben, welche im Lieferumfang enthalten sind und wenn diese einmal verbraucht sind durch Akkus ausgetauscht werden können. Die Hersteller empfehlen die Panasonic eneloop pro Akkus (Affiliate Link). Diese Akku-Batterien halten pro Ladung rund doppelt so lange und sind obendrein wiederaufladbar und damit umweltfreundlicher als herkömmliche Alkali Batterien.

Der Stromverbrauch des Nuki Smart Locks hängt im Wesentlichen von der Anzahl der Sperrvorgänge und der Leichtgängigkeit des Sperrvorgangs mit dem jeweiligen Schloss ab (der Standby-Betrieb benötigt nur sehr wenig Strom). Bei einer täglichen Nutzung mit 4-5 Sperrvorgängen pro Tag reichen die mitgelieferten Alkali-Batterien bis für 9-12 Monate bis sie ersetzt werden müssen.

Sobald die Batterien bzw. Akkus leer werden informiert die Nuki App auf dem Smartphone (iPhone oder Android) wenn der Batteriestand von 20% unterschritten ist. Damit ist in der Regel noch mehrere Wochen Zeit um neue Batterien/Akkus einzusetzen.

Werden die Batterien nicht rechtzeitig getauscht besteht immer noch kein Grund zur Panik: Die Haustüre kann auch ohne funktionierenden Nuki nach wie vor mit dem herkömmlichen Haustürschlüssel von aussen geöffnet werden.

Integration in vorhandene Smart Home Systeme?

Dank der offenen Schnittstellen (APIs) gibt es für das Nuki Smart Lock und die zugehörige Nuki Internet Bridge bereits eine sehr gute Integration mit IFTTT.

Ferner hat auch die Entwickler-Community schon einen Blick auf das Nuki Türschloss geworfen und Anbindungen für die offenen Smart Home Systeme FHEM (Wikieintrag zum Nuki-Modul zu Integration der Nuki Bridge in FHEM) und OpenHAB (Official Pull Request for Nuki Binding in OpenHAB2) veröffentlicht.

Relativ neu ist die Integration des Nuki Smart Locks in Amazon Echo (Nuki Skill) – Affiliate Link, das einige Befehle zur Sprachsteuerung bereitstellt (Aufsperren mit PIN, Zusperren, Tür öffnen mit PIN, Lock ’n‘ Go mit PIN, Statusabfrage, Sperrprotokoll).

Das Nuki Smart Lock im Praxistest

Das Nuki Smart Lock hat es uns angetan. Die Einrichtung geht tatsächlich so einfach wie im Werbevideo und die Montage ist in 5-10 Minuten erledigt – auch wenn man kein Schlosser ist.

Die Nuki App auf dem iPhone funktioniert ohne Probleme und bisher hat es bei uns noch nicht dazu geführt, dass sich jemand ausgesperrt hat oder dass die Türe plötzlich offen war, wenn sie eigentlich zu sein sollte.

Auch wenn Smart Locks noch in den Kinderschuhen stecken und es noch einige Entwicklungen auf dem Gebiet geben wird, macht das Nuki Türschloss einen äußerst soliden und sicheren Eindruck und hat sich in den ersten Wochen im Praxiseinsatz uneingeschränkt bewährt.

Sucht man – schon mehr oder minder krampfhaft – nach Nachteilen bzw. Dingen die stören ist sicherlich zuerst das relativ laute Schliessgeräusch zu erwähnen (hängt aber wohl davon ab, wie modern das Schloss ist auf dem man Nuki verwendet). Durch den Motor hört es sich etwas wie ein „Bohren“ an, das besonders zart besaitete Gemüter möglicherweise stören könnte. Der zweite Nachteil ist, dass das Nuki Smart Lock bei einer früheren Firmware-Version ab und an etwas gebraucht hat bis es die Bluetooth-Verbindung zum iPhone sauber hergestellt hat (einige Sekunden), was aber nur sporadisch auftrat und nun im neuesten Release offenbar behoben ist.

Fazit zum Nuki Smart Lock

Summa summarum ist das Nuki Smart Lock aus unseren bisherigen Erfahrungen eine klare Kaufempfehlung für alle die zwar immer ihr Smartphone griffbereit haben, aber sonst gerne schonmal den Haustürschlüssel vergessen.

Das Nuki Smart Lock gibt es in verschiedenen Varianten:

Da der Nachkauf der Nuki Bridge aktuell unverhältnismäßig teuer ist, bietet es sich an von vornherein zu überlegen, ob das einfache Nuki Smart Lock oder die Nuki Smart Lock Combi die bessere Wahl ist bzw. ob man die „Türöffner via Internet“-Funktion benutzen will.

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