Apple Mac OSX App Marsedit – Offline Editor für WordPress im Test

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Marsedit ist ein Blogging-Tool für den Apple Mac, das nun wirklich nicht neu ist. Seit einigen Jahren wird Marsedit kontinuierlich weiterentwickelt und auf neue Blogging-Platformen angepasst.

Wichtigste Aufgabe von MarsEdit: Einfacher und effizienter sein als die Webinterfaces von WordPress, Blogger, Tumblr, Squarespace, TypePad, Movable Type und dem Nutzer mit einem aufgeräumten Interface auch die Möglichkeit zu geben Posts offline zu schreiben und später komfortabel per Knopfdruck zu veröffentlichen.

Wo Marsedit von Red Sweater – mittlerweile in Version 3 angekommen – seine Vor- und Nachteile hat und ob sich der Kauf der App lohnt, schauen wir uns in diesem Tesbericht/Review einmal genauer an.

Nach dem Kauf von Marsedit auf der Red Sweater Website oder dem Download aus dem Apple Appstore fragt das Programm zuerst nach der URL des Blogs, der bearbeitet werden soll.

Um welche Blog-Software es sich dabei handelt ermittelt Marsedit von selbst und fragt im nächsten Schritt nur noch nach den Admin-Zugangsdaten, um Blog-Posts neu erstellen und vorhandene Blog-Posts editieren zu können.

Besonders gut daran: Es können mehrere Blogs mit unterschiedlicher Blogging-Software eingerichtet werden und der erstellte Content dann mit wenigen Klicks auf den verschiedenen Platformen gepostet werden.

Ist die Einrichtung erst einmal geschehen findet man sich im Hauptfenster von Marsedit wieder.

Hier sind sehr aufgeräumt in der linken Spalte die konfigurierten Blogs aufgelistet und im Hauptfenster die auf dem jeweiligen Blog bereits veröffentlichten Posts.

In der Hauptnavigation werden die wesentlichen Funktionen von Marsedit angeboten, wie Post erstellen, Post bearbeiten etc. – alles in allem auf das Wesentliche reduziert und sehr aufgeräumt und übersichtlich.

Das Herzstück von Marsedit ist zweifellos der Post-Editor.

Hier bietet Marsedit alle üblichen Varianten zur Posterstellung an – sei es Rich Text, d.h. einen WYSIWYG-Editor der den formatierten und eingebenen Text nach der Veröffentlichung automatisch in HTML übersetzt oder spartanisch klassisch einen HTML-Editor mit Syntax-Hightlighting.

Auch Markdown wird im HTML-Editor unterstützt.

Welche Variante der Eingabe man auch wählt. Mit der Live-Preview Funktion kann eine lokale Vorschau des Layouts noch vor der Veröffentlichung aufgerufen werden.

Unterstützt werden im Marsedit Post-Editor alle gängigen Funktionen der o.g. unterstützten Blogging-Platformen. So lässt sich u.a. festlegen, ob Trackbacks und Kommentare akzeptiert werden, ob ein Excerpt erstellt werden soll und welche Tags verwendet werden.

Auch im Umgang mit Medien, d.h. Fotos und Post-Anhängen erweist sich Marsedit als eine gute Unterstützung für Blogger.

Auf die Bibliotheken von iPhoto, Aperture, Lightroom kann MarsEdit problemlos zugreifen und ausgewählte Fotos in den Post übernehmen und bei Veröffentlichung auf den Server laden.

Selbiges gilt für die Verlinkung von Flickr-Inhalten.

Insgesamt ist unser Eindruck von Marsedit sehr positiv.

Die App hält was sie verspricht: Mit MarsEdit wird das Bloggen durch eine aufgeräumte Oberfläche einfacher und entspannter.

Durch die Entkopplung von der Weboberfläche besteht die Möglichkeit Posts auch ohne dauerhafte Internetverbindung zu entwerfen und sobald eine Internetverbindung besteht zu veröffentlichen.

Aber ganz ohne Nachteil ist leider auch Marsedit nicht. Uns ist beim Test aufgefallen – und dies wurde leider in den Support Foren von Red Sweater auch schon bemängelt -, dass Marsedit keine Möglichkeit bietet Artikelbilder, d.h. Thumbnails für WordPress-Posts auszuwählen und hochzuladen.

Da nahezu alle Themes, die für WordPress 3.0+ entwickelt wurden hiervon Gebrauch machen, ist dies sicherlich für zahlreiche Nutzer eine massive Einschränkung, die natürlich manuell umgangen werden kann – durch späteren händischen Upload und festlegen im Web Interface – aber genau um sich das zu ersparen schafft man sich ja Marsedit eigentlich an…

Red Sweater hat im Support-Blog angekündigt, diese Funktionalität in Marsedit zu integrieren, sobald die hierfür notwendige Funktion in die WordPress-API offiziell integriert wurde.

Marsedit gibt es – wie eingangs schon erwähnt – auf der Red Sweater Website oder dem Download aus dem Apple Appstore.