Erste Schritte mit dem Raspberry Pi: Anleitung zur (Erst-) Einrichtung von Raspbian

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Hat man dem Raspberry Pi erst einmal eine eigene SD-Karte mit Raspbian spendiert und von dieser gebotet, will der Raspberry Pi erst einmal im Rahmen der Ersteinrichtung konfiguriert werden.

Wie die Konfiguration nach dem ersten Booten geht und welche ersten Schritte mit dem Raspberry Pi und dem Raspbian Betriebssystem grundsätzlich sinnvoll sind, haben wir einmal in diesem Mini-Tutorial als Schritt-für-Schritt-Anleitung zusammengestellt.

Beim ersten Booten des Raspian Betriebssystems auf dem Raspberry Pi erscheint gleich zu Beginn ein blauer Bildschirm mit einem Konfigurationsmenü, das sich “Raspberry Pi Software Configuration Tool (raspi-config)” schimpft.

Hier stehen mehrere Punkte zur Einrichtung zur Auswahl, die wir uns einmal anschauen wollen.

1. Expand Filesystem

Dieser Punkt sollte unbedingt einmal angewählt werden, dann wird die komplette SD-Karte dem Unix Filesystem von Raspbian zur Verfügung gestellt.

2. Change User Passwort

Es ist absolut sinnvoll und wichtig, diesen Menüpunkt ebenfalls einmal auszuwählen und damit das Standard-Passwort des Users “pi” von “raspberry” auf ein beliebiges anderes Passwort zu ändern. Solange das nicht geschehen ist, solltet ihr den Raspberry nicht so ins Internet stellen, dass er von ausser erreichbar ist, weil sich sonst jeder daran sehr leicht zu schaffen manchen kann…

3. Enable Boot to Desktop/Scratch

Hier könnt ihr einstellen, ob der Raspberry Pi am Ende des Bootvorgangs auf auf der Console (Befehlseingabe) oder mit dem User pi auf dem Desktop (grafische Oberfläche) landen soll.

Die Auswahl hier hängt stark davon ab, was ihr später mit dem Raspberry Pi machen wollt.

Wenn er als Mini-PC für Desktop-Anwendungen, d.h. als vollständiger Linux-PC mit Oberfläche eingesetzt werden soll, dann ist die Einstellung “Desktop” besser.

Wenn ihr damit “rumspielen” und den Pi weiter einrichten und konfigurieren wollt, ist die Console besser geeignet.

Wir haben uns für die Default-Einstellungen “Console” entschieden, weil wir diese für die nächsten Tutorials noch brauchen 🙂

4. Internationalisation Options

Dieser Konfigurations-Punkt erlaubt Sprach-, Zeit- und Tastatureinstellungen, die für die weitere Arbeit absolut sinnvoll sind.

Beim ersten Unterpunkt “Change Locale” gefällt uns der Punkt “de_DE.UTF-8 UTF-8” am Besten und wir wählen ihn mit einem Klick auf die Leertaste aus (Sternchen erscheint) und durch Tab kommen wir auf “OK” was wir mit ENTER bestätigen. Im nächsten Fenster wählen wir dann “de_DE.UTF-8” aus und das System generiert die “locales”…

Beim zweiten Unterpunkt “Change Timezone” wählen wir erst Europe, dann Berlin aus.

Beim dritten Unterpunkt “Change Keyboard Layout” bleiben wir bei der vorbelegten Auswahl “Gerneric 105-key (Intl) PC” wählen auf der nächsten Seite dann aber “Other” aus und auf der darauffolgenden Seite dann “German”. Und beim nächsten Screen wieder “German”. Jetzt will Raspbian rauskriegen, wo welche Tasten auf der Tastatur sind und wir helfen dabei auf den nächsten Screens… Letztlich entscheiden wir uns noch dafür dass “Control+Alt+Backspace” den X Server terminieren und haben damit auch diesen Teil erfolgreich hingekriegt.

5. Enable Camera

Diesen Punkt lassen wir aus.

6. Add to Rastack

Diesen Punkt lassen wir ebenfalls aus.

7. Overclock

Auch hieran wollen wir uns erstmal nicht versuchen.

8. Advanced Options

Hier gibt es Untermenüs:

A1. Overscan – kann eingeschaltet werden, wenn es bei der Darstellung hilft – sonst lassen.

A2. Hostname – der Name mit dem der Raspberry Pi im Netzwerk auftauchen soll – kann man lassen wenn man nicht mehrere Raspberry Pis hat…

A3. Memory Split – erstmal kein Grund hieran etwas zu ändern.

A4. SSH – Hier kann SSH aktiviert werden, was uns erlauben wird auf den Raspberry Pi von einem anderen Rechner aus zuzugreifen – unbedingt aktivieren!

A5. SPI – nichts ändern.

A6. Audio – nichts ändern.

A7. Update – ruhig mal ausführen, vielleicht gibt es ein Update?

Damit ist die Erstkonfiguration mit der Auswahl von “Finish” abgeschlossen.

Wer später an der Konfiguration noch etwas ändern will kann es recht einfach von der Console aus tun mit folgendem Befehl:

sudo raspi-config