Feb 10

appleAlle Intel-Macs (Macbook, Macbook Pro, Mac Mini, Mac Pro und iMac) verfügen unter OSX (10.4. Tiger und 10.5. Leopard) über eine sehr interessante, aber nur von wenigen Nutzern tatsächlich verwendete Technologie, die sich Wake on LAN bzw. WoL nennt. Damit lässt sich ein in den Ruhezustand versetzter Mac über einen Netzwerkzugriff wieder aufwecken (d.h. ohne am Rechner eine Taste drücken zu müssen) und nach getaner Arbeit danach sogar wieder in den Schlafzustand versetzen.

Dies ist insbesondere dort von Nutzen, wenn man z.B. einen Homeserver oder einen Fileserver mit einem Mac Mini aufgebaut hat, den man aber nicht unbedingt die ganz Zeit durchlaufen lassen will.

Allerdings weckt nicht jede Anfrage an den Mac Mini diesen aus dem Schlaf auf. Nötig hierzu ist ein sog. “Magic Packet”, das per Ethernet-Verbindung geschickt werden muss (rein über WLAN funktioniert dies nicht). Wikipedia erklärt, wie dies technisch genau abläuft:

Das Datenpaket ist entweder direkt an die Netzwerkkarte adressiert oder wird als Broadcast verschickt. Es enthält 6 Mal in Folge den hexadezimalen Wert FF; unmittelbar danach erscheint die ununterbrochene 16-malige Wiederholung der MAC-Adresse der Netzwerkkarte. Dieser Inhalt kann in ein beliebiges Paket (z. B. IP, IPX) verpackt sein. Es existieren viele Software-Tools (z. B. ether-wake für unixähnliche Betriebssysteme), um solche Pakete zu versenden.

Für den Mac gibt es zwei sehr gute Tools die solche Magic Packets versenden und somit Wake on LAN ermöglichen:

  • Das umfangreiche, sehr gute aber auch sehr teure Fernwartungs-Programm Apple Remote Desktop.
  • Einfacher und kostengünstiger geht es mit der Freeware WakeOnLan, die obendrein gleich noch mit einem Dashboard Widget ausgestattet ist und sich kinderleicht bedienen lässt.

Voraussetzung ist in beiden Fällen, dass auf dem Mac, der aus dem Ruhezustand aufgeweckt werden soll, Zugriffe des Netzwerkadministrators möglich sind. Hierzu muss in den Energiespareinstellungen die Option “Bei administrativen Ethernet Netzwerk-Zugriffen aufwachen” aktiviert sein.


Written by admin \\ tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Jan 20

timemachine“Normalerweise” kann Apple’s Backup Software Time Machine Sicherungen des Systems nur auf externe, unmittelbar mit dem Backup Computer verbundene, Festplatten (u.a. USB, Firewire oder Time Capsule) vornehmen.

Nach der Eingabe des folgenden Befehls im Terminal, kann Time Machine jedoch auch auf Netzlaufwerke sichern (z.B. NAS-Festplatten), sofern diese nicht mit FAT formiert sind:

defaults write com.apple.systempreferences TMShowUnsupportedNetworkVolumes 1

Da diese Funktion in Mac OS X Leopard nicht offiziell beschrieben ist, sollte dieses Hidden Feature mit Vorsicht genutzt werden.


Written by admin \\ tags: , , , , , , , , , , ,

Oct 29

Wer nach dem Update von Mac OS X 10.4.10 (Tiger) auf Mac OS X 10.5. (Leopard) nach der erfolgreichen Installation und dem ersten Neustart nur noch einen blauen Bildschirm (Blue Screen) zu sehen bekommt, hat i.d.R. ein Problem mit einem speziellen Typ einer System Enhancement Software (System Enhancer), die den Systemstart hartnäckig verweigert.

Zur Behebung des Problems gibt es zwei Lösungen:

Methode 1:

Den Mac im Single User Mode starten (Apfel-S) nach dem Einschalten gedrückt halten und im Terminal die folgenden Befehle eingeben (nacheinander, jeden in eine Zeile):

/sbin/fsck -fy /
/sbin/mount -uw /

Danach die exakt die folgenden Eingaben vornehmen (wieder nacheinander, jeden in eine Zeile, Tippfehler können andere Dateien beschädigen und das System unbrauchbar machen!):

rm -rf /Library/PreferencePanes/Application\ Enhancer.prefpane
rm -rf /Library/Frameworks/ApplicationEnhancer.framework
rm -rf /System/Library/SystemConfiguration/ApplicationEnhancer.bundle
rm -rf /Library/Preferences/com.unsanity.ape.plist

Nach einem Neustart sollte der Mac nun wie geplant booten. Wenn nicht, sollte Methode 2 verwendet werden.

Methode 2:

Einfach eine erneute Installtion des Mac OS X 10.5. (Leopard) Betriebssystems vornehmen. Diesmal anstatt der Standardeinstellung “Update” unter Optionen die Installationsweise “Archive and Install” vornehmen. Dies bewirkt ein Verschieben der alten Installation in ein Verzeichnis “Previous System”, das dann nicht mehr bootbar ist. Damit die alten Einstellungen weitestgehend übernommen werden (Benutzereinstellunge, etc.) sollte unbedingt der Haken bei “Preserve user and network settings” gesetzt werden.

Ein Check vor dem Update erspart Ärger

Wer das Update noch nicht durchgeführt hat, kann sich die o.g. Probleme ersparen, wenn er vorher in “System Preferences, Others” nachprüft, welche Erweiterungen hier installiert sind.
Wenn hier ein Programm mit dem Namen System Enhancer installiert ist, sollten dieses vor dem Update gelöscht werden. Andere Anwendungen wie DivX, Fan Control und WMV haben hier i.d.R. nicht zu Problemen geführt und können deshalb installiert bleiben.


Written by admin \\ tags: , , , , , , , , , , ,